Die Botschaft der Landskrone

VON HERMANN BAUER

Schon immer war dieser Berg, der einst eine stolze Feste trug, den leidgeprüften Menschen eine Stätte der Zuflucht geworden. Das Marienheiligtum, das einst Freiherr vom und zum Stein erneuern ließ, hat viele stille Beter gesehen. Als der Krieg mit seiner Not insLand zog, wuchs die Zahl derer, die hier Hilfe suchten. Mit der besorgten Mutter, die barfuß zu der Gnadenkapelle anstieg, fanden viele hier Trost und Erhörung. Doch die Gefahr wuchs, je mehr sich der Krieg dem Zusammenbruch näherte. Da rief der damalige Seelsorger von Heimersheim, der Pfarrer Josef Savelsberg, die Barmherzigkeit Gottes um Erbarmen an und gelobte alljährlich zum 1.Mai eine Dankwallfahrt zur Landskrone. Trotz der großen Gefahr, die durch die Rheinlinie den Menschen und ihrer Heimat drohte, überrollte die Front ohne allzu schwere Verluste das Land der Goldenen Meile, und erstmalig konnten die Kanzeln der Pfarrkirche Heimersheim und der Vikariekirche Heppingen die große Dankwallfahrt verkünden: Am nächsten Mittwoch, dem ersten Tag des Maimonats, begingen wir zum erstenmal den im vorigen Jahr versprochenen jährlichen Dankfeiertag für die Errettung der Gemeinde aus Kriegsnot. Dieser Tag soll für alle Familien der Pfarrei ein Festtag ersten Ranges sein und für alle kommenden Zeiten bestehen bleiben. Die Feier beginnt um 6 Uhr in der Pfarrkirche mit einem feierlichen Hochamt und Familienkommunion der ganzen Pfarrei. Die große Prozession zur Landskrone geht um 9 Uhr unter feierlichem Geläute der Kirche vom Westtor ab. An dieser Prozession beteiligen sich die Pfarrkinder von Heimersheim und Ehlingen; die Pfarrangehörigen von Lohrsdorf gehen in eigener Prozession von Lohrsdorf aus zur

Landskrone, während die Heppinger sich in ihrem Ort an die Spitze der Prozession stellen.

Seit dieser ersten Verkündigung Ende April 1946 wallen alljährlich die Menschen vom Rhein, der Ahr, der Grafschaft — manche sogar von weither —, um ihre in Zeiten der Not gegebenen Versprechen zu erfüllen. Die Prozession im Tal gleicht jener frommen Heerschau in den bekann= ten Gnadenstätten. Doch bald verliert sie sich im frischen Maiengrün. Die leicht ansteigende Serpentine der Landskrone läßt nur das Beten der nächsten Gruppe vernehmbar werden, während der Schall der Späterkommenden vom Dom des Waldes aufgefangen wird und der Flehruf der Spitze wie der fremde Ton einer anderen Welt kaum vernehmbar verklingt. Der Gesang der Menschen verstummt beim Aufstieg, statt dessen jubiliert es im Geäst des jungen Grüns, vielstimmig und rein. Schier unübersehbar ist die schweigende Menge oben im alten Schloßhof der zerfallenen Ritterburg. Von des Berges Gipfel grüßen weithin die Bannerträger mit ihren Fahnen. Nachdem Priester und Ministranten in der Marienkapelle die liturgischen Gewänder angelegt haben, schreiten sie zum Altar, der unterhalb jenes festlichen Gipfels im Schütze zackigsteiler Felsen errichtet ist. Die heilige Handlung beginnt, die Musikkapelle intoniert, und die Gemeinde singt das Eingangslied. Die Botschaft dieses Berges, wie sie der Mahner und Rufer in den ersten zehn Jahren verkündet hat, sei denen, die diese Zeit miterlebten, eine dankbare Erinnerung und heilige Verpflichtung, ihr Gelöbnis weiterzugeben an die kommenden Geschlechter. Alle aber, die diese Stimme noch nie vernahmen, sollen etwas von dem Geiste spüren, der dieser Welt viel zu sagen hat und vielleicht manchen auf den Weg nach Damaskus ruft:

„Meine lieben Wallfahrer!

Der erste Maientag mit seinem Blick in die Weite, mit seiner frohen Verheißung glücklicherer Tage schenkt uns mit jedem Jahr einen neuen Baustein zu dem gewaltigen Denkmal unseres Landes, das wir auf dem Ehrenplatz unserer Heimat erbauen. Eine strahlende Sonne lacht über uns und verklärt Berg und Tal mit ihrem erwärmenden Licht, erfüllt unsere Seele mit Heiterkeit und Freude. Einst schwebte ein dräuendes Unheil gleich einer düsteren Wolke über uns. Ihr unheilschwangerer Schoß entlud sich nicht über unseren Häuptern. Wir wurden errettet und behielten unser Hab und Gut. Die Heimat wurde uns zum zweiten Mal geschenkt. ,Im Schatten Deiner Flügel sind wir gewandelt, bis vorüberging die Bosheit.‘ ,O Gott, Dir schulde ich Dankgelübde, Dankopfer bringe ich Dir dar, denn Du hast vom Tode mich errettet, so daß ich wandeln kann vor Gott, im Lichte der Lebendigen.“ (Ps. 55/12) Der heutige Tag sei geheiligt durch den Dank unserer Herzen, den wir nie vergessen dürfen, denn sonst wären wir gezeichnet mit dem häßlichen Mal der Undankbarkeit gegen den, der Seine schützende, allmächtige Hand über uns gehalten hat. Danket, ihr Frauen, für die Rettung eurer Männer und der Väter eurer Kinder, danket, ihr Kinder, denen der Vater und Bruder aus dem männermordenden Krieg wiedergegeben wurde, danket, ihr Mütter, für die Heimkehr eurer Söhne, danket alle, die ihr im Lichte des Lebens steht, und lobet Gott, der so Großes an uns getan hat! Denn, wie können wir um zukünftige Wohltaten bitten, wenn wir nicht mehr daran denken, für die vergangenen zu danken. Daß wir uns immer als Seine Diener erweisen wollen, das sei unser Dank, daß wir Seine Gebote mit Seiner Gnadenhilfe danken, das sei unser Dank, daß wir stark im Glauben, beständig in der Hoffnung und glühend in Seiner Liebe treu bis zum Tode bleiben wollen, das sei die Krone unseres Dankes. Wie können wir dankbar sein, wenn die Ichsucht unser Leben regiert? Erhaltet euch doch das Denkmal des Dankes, bauet weiter an ihm, sein Fundament steht in euren Seelen und es erhebt sich und euch ins ewige Leben. Es gibt keine Dankbarkeit ohne die Liebe. In der Not der Trennung schlug die Liebe eine feste Brücke zu denen, die still und unbekannt ihr Kreuz trugen, die Heimatfernen und die Heimatlosen, die Einsamen und Kranken, die Verfolgten und Eingekerkerten. Ist diese Not vergessen? Unser Volk krankt an dem Schwund seiner religiösen Substanz.

Ach, wie viele sind so stolz auf den Fortschritt von Wissenschaft, Wirtschaft und Technik; so viele sind verschrieben dem gierigen Erraffen von Geld und Gut. Von Geld, mit dem man alles kaufen kann: den Ruhm und die Ehre vor den Menschen, die Unschuld der Betrogenen, die Befriedigung jedweder Gier, das Austoben aller Leidenschaften und schließlich als letzte Zugabe die Friedlosigkeit und einen bitteren Tod.

Alles schreit nach besseren Zeiten, aber so wenige bemühen sich, sie herbeizuführen, jeder wartet auf den ändern. Ihr glücklich Heimgekehrten, ist es nicht eure Aufgabe, selbst Menschen mit einem unerbittlichen Willen zum Frieden zu sein, Menschen voll Güte, voll Hilfsbereitschaft, Menschen ohne Haß und Neid, Menschen mit einem starken Glauben an Gottes Vaterliebe, Vorsehung und Führung, Menschen ohne Lug und Trug? Ihr habt Liebe und Haß, Gott und Teufel erlebt und um Erlösung gefleht mit vor Gott tiefgebeugter Seele. Ihr seid es euerm Gelöbnis und dem Vermächtnis eurer gefallenen Kameraden schuldig, das bessere Zeiten kommen. Und also sprechen die Toten: ,Ihr Lebenden, wandelt vor Gott, getreu seinen Geboten, denn nur so erfüllt ihr eure heilige Pflicht der Dankbarkeit. Lebet im Glauben an Gottes Wort, lebet in aller Hoffnung auf ein ewiges Leben und liebet einander. Seid einig, helfet einander, hinweg mit Streit und Zwist, hinweg mit Haß und Neid, nur die Liebe macht euch glücklich, in diesem und im ändern Leben!‘ Ihr Lebenden, laßt die Gefallenen heute auferstehen aus dem Grabe der Vergessenheit, der Gleichgültigkeit, der Sorglosigkeit. Schaut sie an mit den Augen der Liebe. Zieht euch zurück in die Tiefen eurer Seelen, und dort haltet still Zwiespräche mit ihnen und mit Gott für sie. Ihr Andenken sei uns heilig, ihr Tod ist uns eine heilige Verpflichtung, denn es kommt der Tag der Auferstehung, an dem Wir mit ihm triumphieren wollen über Tod und Teufel. Sie, die Hingeopferten, wissen jetzt, daß das Opfer des Erlösers ihre Rettung geworden ist. Nicht sinnlose Trauer soll uns bewegen, nicht Schmerz soll uns niederdrücken, sondern wirksame Liebe soll die trostvolle Verbindung bewahren mit denen, die geopfert wurden nach Gottes unbegreiflichem Ratschluß, während wir gerettet sind.“

Der Prediger schweigt. Die Gedanken der Gläubigen aber wandern weit, weit weg von diesem Berge hin zu jenem Land oder dem weiten Meer, wo einst ein geliebter Mensch das Opfer seines Lebens gebracht hat. Leise ertönt das Lied vom guten Kameraden, die Fahnen senken sich und stille Trauer erfaßt die Herzen. Dann ruft der Prediger die ergriffene Menge wieder zurück in dieAufgaben der Gegenwart. , „Was nützt es, den Gefallenen Denkmäler zu setzen, wenn die Liebe zu ihnen erkaltet ist und wir ihrer Sprache nicht mehr unser Ohr leihen. Sind sie es doch, die uns immer wieder zurufen: ,Haßt den Krieg und baut das Haus des Friedens!‘ Erscheint unserm beschränkten Denkvermögen ihr Opfer auch als ein sinnloses Sterben und eine rätselhafte Vernichtung, so wissen wir doch, daß kein Opfer umsonst gebracht wurde; in seinem Schöße liegt bereits der Keim zu Sieg und Glück. Drum tröstet euch, die ihr trauert, sie sind in einem besseren Leben! Es war Gottes Wille, daß sie heimgingen, nicht in die irdische Heimat, sondern in das Haus des himmlischen Vaters. Wehe uns, wenn wir sie vergäßen! Wehe uns, wenn unsere Gedanken sie nicht täglich suchten, wehe uns, wenn unsere Gebete nachließen! Jugend unseres Volkes, soll das Blut der Millionen Gefallener umsonst vergossen sein? Wenn die Alten unter uns nicht mehr die Kraft haben, dann bist du, Jugend, unsere letzte Hoffnung.

Jugend, du Frühling der Völker, soll Christi Blut umsonst in deine Seele geflossen sein? Willst auch du das unschuldige Blut deines Erlösers um Judaslohn verraten? Jugend, rette die höchsten Güter der Menschheit, rette die glückliche, gottverbundene Ehe,“ rette den Segen der Arbeit, rette die Ehrfurcht vor dem Hedligen, rette die Weihe des Sonntags, rette unser Volk, rette dich selbst, damit Gott mit uns ist und wir mit Gott, und du, Blüte des Volkes im Maienglanz des Lebens, wirst seine schönste Frucht werden. Auf dir ruht unsere Hoffnung, wir glauben an dich, wir lieben dich, dir vertrauen wir an den Dank unserer Herzen; du bringe ihn für uns dar auf dem Altar unseres Gottes., Du selbst sollst dieser Dank sein. — Unsern Gefallenen hat Gottes unerforschtlicher Ratschluß das irdische Leben genommen, uns aber hat er erhalten. Laßt uns die kostbare Lebenszeit ausnutzen, laßt uns mit diesem Leben unvergängliche Werte schaffen, laßt uns Gutes tun, laßt uns Gottes heiligen Willen erfüllen. Den Willen Gottes tun ist unsere höchste Aufgabe, unsere höchste Ehre, ,sein Wille ist unser Friede‘ (Dante), sein Wille ist unser Glück. Die Gottes Willen erfüllen, das sind die wahren Tatmenschen; die unvergänglichen Ruhm erlangen, das sind die wahren Edelmenschen, deren Wappenspruch lautet: ‚Tapfer und treu!‘ — Herrgott, was hattest Du mit uns vor, daß du uns verschont hast? ,Liebet einander, wie ich euch geliebt habe‘, spricht der Herr. Genug des Hasses, genug des Kampfes, genug des Neides und der Mißgunst, seid Menschen, daß ihr die Menschen versteht. Seid noch mehr als Menschen, seid Christen, getauft mit dem Geiste Gottes, gesalbt mit dem Blute des Erlösers. Seid Christen, in denen die Liebe Christi lebendig ist, in denen die Freiheit lebt, die Christus für uns erkämpft hat, seid Kinder Gottes und nicht Handlanger des Teufels. Seid Christen, denen das Licht des Glaubens aus den Augen leuchtet, seid Führer der Verirrten, euer Leben sei ein heiliges Buch, in dem auch der Ungläubige und der Gottlose lesen kann. Seid das Licht

Burgruine Londskron bei Heppingen / Ahr
Foto: Ellen Traubenkraut

der Welt, seid das Salz der Erde! Dann, nur dann ist eure Dankbarkeit echt, ist sie mehr als ein Gefühl, mehr als ein Gedanke, mehr als Worte, dann ist sie eine Dankbarkeit der Tat.

Sind wir durchdrungen von jenem Geist, der der Welt zum Bewußtsein bringt, daß es eine Sünde gibt, eine Gerechtigkeit und ein Gericht? Wenn wir einer in Lastern und Ungerechtigkeit, Grausamkeit, Stolz und Hochmut versunkene Welt das Beispiel der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Barmherzigkeit, der Reinheit und der Opferfreude geben, dann haben wir das Höchste getan, was wir tun können.

Der müde Christ muß das Dunkel der Zukunft fürchten, der Tapfere aber ist ein Licht, das im Dunkeln leuchtet.

Er, der Ewige, stellt euch die Wahl, Segen oder Fluch, Tod oder Leben. So wählt denn das Leben, das Leben des Friedens und der Liebe.

Der Kampf in der Welt wächst ins Riesenhafte. Es geht um die Welt der Religion, das ist die Stunde des Weltsatanismus —, es geht um die irdische Welt, das ist die Stunde des Imperialismus —, es geht um die sittliche Welt, das ist die Stunde des Weltliberalismus. — Darum zurück zu Christus, ihr Sünder, hin zu Christus, ihr Lauen, treu zu Christus, ihr Frommen! Mache jeder aus uns Frieden mit Gott! Ergreift seine liebende und gütige Hand. Schließt euch zusammen, ihr habt die Macht, die göttlichen Zorngerichte zurückzuhalten und Versöhnung zu schaffen zwischen der Majestät des beleidigten Gottes und den Verächtern seiner Gesetze. Baut am Frieden. Die Natur im tiefsten Frieden lebt und wirkt unfehlbar nach den Gesetzen des Schöpfers., nur der Mensch mißbraucht seine Freiheit und widerspricht dem heiligen Gesetz, das Gott in seine Brust geschrieben, nur er kann den Frieden zerstören, der ihn zum Freunde Gottes macht, nur er wird zum Widersacher Gottes und spricht das dumme=stolze Wort: ich will nicht dienen.

Bleiben wir in der Gemeinschaft mit Gott, beharren wir mit unsern Brüdern und Schwestern, die Christus mit Seinem Blute zu einem Leib erbaut hat, in der Gemeinschaft des Glaubens, in der Gemeinschaft des Brotbrechens, und im Gebete. Denn nur der, der das Beten und Arbeiten, das Arbeiten und Beten kennt und übt, steht dem Herrgott nahe, nicht aber der, der die feste sichere Harmonie des göttlichen Lebensgesetzes zerreißt. Viele belächeln das Gebet mit der Miene hochmütiger Dummheit. Das echte Beten ist wie ein branden= des Meer, eine innere Strömung, ein Vorgang in der Tiefe von unerhörter Lebendigkeit. Beten heißt: Erfülltwerden, Getränktwerden, Aufwachen zum Eigentlichen, zum Wesentlichen. Nicht die großen Staatsführer, sondern die unbekannten, stillen Beter sind die Eckpfeiler Europas geworden. Lernen wir wieder Beten inmitten einer Welt, die unter den göttlichen Strafgericht ten zusammengebrochen ist, beten wir inmitten einer gottentfremdeten und gottverlassenen Welt, die ohne Besinnung und Buße dahinlebt, während am Himmel der Zeit die Zeichen neuer Strafgerichte aufleuchten. Unser Beten darf keine Ruhe kennen, damit Gott die neue Zornschale, die Er auszugießen im Begriffe steht, noch einmal zurückhält. Schon einmal hatte unser Volk einen langen Karfreitag durchleben müssen. Todesschatten lagen über Land und Volk, die Stahlgewitter des Krieges donnerten über uns, und die Kriegsfurie ließ ihre vernichtenden Blitze über Land und Leute herniederprasseln. Doch aus der Dunkelheit des Karfreitags leuchtete das Licht des ,Großen Tages‘, das Osterlicht des Auferstandenen. Und auferstehen soll in dieser Stunde unsere Dankbarkeit aus dem Grabe der Vergessenheit.

Die erhabene Hüterin dieses Denk= und Dankmales sei die Gottesmutter, die von dieser Höhe aus ihre segnende Hand ausbreite über Land und Volk, die so manchen Trost und so manche Hilfe gespendet hat! Heute ist Ruhetag und Feiertag der Arbeit. Die Arbeit jedoch macht nicht selig, wenn sie als materialistische Besitzgier verstanden wird. Der Mensch muß wieder ein Diener werden an der Schöpfung. Gegen alle gottlose Propaganda eines Weltparadieses verkünden wir die christliche Heilsbotschaft der Welterlösung durch Christus, unsern Herrn. Er aber war der Arbeiter.

Amen!“

Die Opferfeier geht ihrem Höhepunkt entgegen. In Christus wird alle Kreatur verwandelt. Noch einmal braust im Liede der gewaltige Lobpreis auf. Der größte Teil der Wallfahrer sammelt sich wieder und zieht in Prozession singend und betend zu Tal. In der Pfarrkirche von Heimersheim, in der Vikariekirche von Heppingen und der Filialkirche von Lohrsdorf schließen sie ihren Dank= und Bittgang mit dem Segen des Priesters und dem ambrosianischen Lobgesang ab. In ihren Herzen aber klingt das Wort vom Berge:

„Nehmen wir etwas mit von dieser durch das heilige Opfer geweihten Hohe. Nehmen wir mit in unser Leben neuen Glauben, neuen Mut, neue Kraft und eine große, selbstlose und opferfähige Liebe,“