BAD NEUENAHR – hundert Jahre Heilbad

I. DIE ZEIT VON 1858 BIS 1937

Von Dr. Dr. Erich Rütten

Am 28. Juli 1958 kann Bad Neuenahr die Hundertjahrfeier seiner Quellenweihe festlich begehen. Dieser Tag — ein Tag des Dankes und der Freude! — mag in unserer vielfach von Unrast und Existenzangst erfüllten Zeit einmal Anlaß zu einer besinnlichen Rückschau sein. Eine Betrachtung der Verhältnisse des Bades vor hundert Jahren und ein Vergleich mit dem Zustand von heute mag aber auch die Bedeutung des Tages der Quellenweihe in das rechte Licht rücken. Die Anwesenheit der Spitzen der Behörden und der Geistlichkeit, vor allem der Prinzessin Augusta von Preußen, der späteren ersten deutschen Kaiserin, nicht zuletzt aber auch die große Anteilnahme der Bevölkerung des Ahrtals verliehen jenem 28. Juli 1858 Glanz und Würde. Die Aktionäre der bereits im Jahre zuvor gegründeten Aktiengesellschaft Bad Neuenahr empfingen den hohen Gast und die übrigen Ehrengäste vor der neuen Trinkhalle, die das preußische und englische Wappen zierten (letzteres zu Ehren der Kronprinzessin, die eine Tochter der „Queen Viktoria“ war). Girlanden und Ehrenpforten gaben der ländlichen Umgebung einen eigenartigen Reiz. Aus den malerischen Fachwerkhäusern des Dörfchens Beul — wie der rechts der Ahr gelegene Stadtteil von Bad Neuenahr im Volksmund auch heute noch heißt — hingen Fahnen heraus. Der Vertreter des Trierer Bischofs nahm die kirchliche Einsegnung der fünf Quellen vor, von denen eine Augusta zu Ehren den Namen „Augusten-Quelle“ erhielt, eine andere nach ihrer Schwiegertochter Prinzessin Victoria „Victoria-Quelle“ genannt wurde. Nach der Ansprache des Präsidenten des Verwaltungsrats, Graf Fürstenberg-Stammheim, leerte Augusta das erste Glas auf das Wohl des kranken Königs Friedrich Wilhelm IV. Der rheinische Dichter und Arzt Wolfgang Müller von Königswinter, später lange Jahre Kurgast des Bades, hatte zu der Feier ein Huldigungsgedicht verfaßt, das die Tochter Georg Kreuzbergs, des Entdeckers der Heilquellen und ersten Kurdirektors, vortrug. Nachdem Prinzessin Augusta mit ihrem Gefolge abgereist war, vereinigten sich Aktionäre und Ehrengäste zu einem frohen Festmahl, während die ortsansässige Frau von Breuning, die Besitzerin des „Beethovenhauses“, zusammen mit ihrer Tochter die armen Dorfbewohner bewirtete. So die zeitgenössischen Berichte über die Quellenweihe, von der auch eine im Dienstzimmer des Kurdirektors unter Glas und Rahmen aufbewahrte und in hohen Ehren gehaltene Urkunde Zeugnis ablegt.

Betrachten wir nun einmal die dem Heimatjahrbuch beigegebene farbige Reproduktion des von der Hand des Düsseldorfer Malers Caspar Scheuren (1810 bis 1887) stammenden Aquarells „Blick auf Bad Neuenahr im Jahre 1858″.

Die alte Trinkhalle 1858
Zeitgenössisches Foto

DerKünstler schuf es mit drei anderen Bildern anläßlich der Einweihung des Bades. In diesen zart getönten Aquarellen verrät noch „eine gewisse Stille, fast Frommheit die kindliche Naturverbundenheit der romantischen Schule“. Für uns Heutige besitzt vor allem die Gesamtansicht einen hohen Wert, weil sie als erste und einzige Darstellung eines zeitgenössischen Künstlers den Zustand des Bades vor hundert Jahren dokumentarisch festgehalten hat. Wir blicken, etwa vom Niveau der heutigen Hochstraße, nach Nordosten über den Talgrund hinweg, in dem die Ahr nach ihrer 1852 erfolgten Regulierung nun schon verhältnismäßig zahm an den Weidenanpflanzungen des jenseitigen Ufers vorüberfließt. Vordem bezeichneten breite Kiesfelder den Lauf des Flusses. Er bildete damals verschiedene Arme, zwischen denen größere und kleinere Inseln lagen. Bei Hochwasser überflutete die Ahr einen etwa 300 Meter breiten Streifen. Nach Rückgang des Hochwassers aber blieben zahlreiche Tümpel zurück, und das „stehende Wasser“ war nicht nur eine Brutstätte für Mücken, sondern erzeugte auch das von den Einwohnern gefürchtete „kalte Fieber“.

Im Mittelpunkt des Bildes von Caspar Scheuren erkennen wir sodann das erste Badehaus vom Jahre 1858 und im Vordergrund links den nach dem Entwurf des Generaldirektors der königl. Gärten Len-ne gestalteten Kurgarten, dessen Anlegung erst die im Zuge der Ahrregulierung erfolgte Tieferlegung des Flußbettes ermöglicht hatte. Auf dem (im Stil der Zeit!) sich schlangelnden Weg promenieren in Geruhsamkeit die nach der Mode des Biedermeiers gekleideten ersten Kurgäste, gewissermaßen die Stammeltern unzähliger ihnen folgender Kurgastgeschlechter. Die jungen Bäume des Parks spendeten freilich noch unzulänglichen Schatten. Und recht unzureichend waren auch die Unterkunftsverhältnisse in den ersten Jahren des Bades. Wer nicht das Glück hatte, in einem der achtzehn freundlichen Gästezimmer im Badehaus unterzukommen, dem mochte eines der kleinen Fachwerkhäuser von Beul oder in dem gegenüberliegenden Dorfe Wadenheim ein bescheidenes Obdach bieten. Viele Kurgäste der Gründungszeit des Bades zogen es aber vor, in der eine halbe Stunde entfernten Stadt Ahrweiler zu wohnen, wo das zeitgenössische Hauderergewerbe, seine Chance erkennend, alsbald einen regen Pendelverkehr mit Pferdewagen von und nach Bad Neuenahr eröffnete.

Von der Saison 1859 — der ersten eigentlichen Badesaison — berichtet der „Brunnen- und Badearzt zu Neuenahr“ Dr. Johann Baptist Weidgen (1807—1869), daß die Zahl der Kurgäste — Deutsche, Holländer und Engländer — nahezu 200 betragen habe. Daneben aber habe der Badeinspektor in den Monaten Juli und August allein durchschnittlich täglich zehn Wagen mit ankommenden „Vergnügungsreisenden“ gezählt. „Wollte man diese Besucher bei der Frequenzberechnung den Kurgästen zuzählen, wie es an den meisten Badeorten geschieht, so würde sich eine bedeutende Zahl ergeben.“ Also tauchte schon damals das Problem der Passanten und ihrer statistischen Erfassung neben den sog. „echten Kurgästen“ auf.

Dr. Weidgen zählt in seiner Schrift „Bad Neuenahr im Ahrtale“ (Bonn 1859) folgende Heilanzeigen auf: Chronische Heiserkeit, chronischer Bronchialkatarrh, Verdichtung des Lungengewebes und Tuberkulose, zu deren Behandlung er die Trinkkur empfahl, ferner Gicht, Rheumatismus, Grieß des Harns, Gallensteine, Anschwellung der Leber, Krankheiten des Uterus, Skropheln, Hypochondrie und chronisches Eczem, bei denen er die Trink- und Badekur angewandt wissen wollte. Die geräumige und schön gelegene Trinkhalle bot bequemen Zutritt zu den Quel-

Die große Trink- und Wandelhalle 1938
Foto: Sepp Jäger

len. Hatten sich die Gäste ihr Glas mit dem von freundlichen Brunnenmädchen kredenzten Heilwasser füllen lassen, so pflegten sie sich — ähnlich wie heute — auf „dem großen freien Platz vor der Trinkhalle“ zu ergehen. „Mit den anstoßenden Alleen und Blumengärten und lieblicher Aussicht war er „ein sehr angenehmer Aufenthalt und der gewöhnliche Sammelplatz der Kurgäste besonders in den Morgen- und Abendstunden.“

Das Badehaus aber, mit teils hölzernen, teils steinernen Wannen ausgestattet, bot jenen Komfort, den der damalige Kurgast erwarten durfte: Jede Wanne hatte zwei Kräne, die das Mineralwasser in verschiedenen Wärmegraden ausströmen ließen. Die vorhandene Handdusche konnte man auch „unter dem Wasserspiegel“ verwenden. Wir haben es hier also mit einem frühen Vorläufer der heute gern angewandten Unterwasser-Duschmassage zu tun. über einigen Wannen waren auch Regen- und stärkere Spritzduschen angebracht. Daneben bestand noch die Einrichtung des „großen Douche-Kabinetts“. Hier wurden „Schauer-, Regen-, schwache und starke Sturzbäder“ verabfolgt, und sie „wirkten vortrefflich“, ebenso „Spritz-douchen von verschiedenem Caliber und verschiedener Stärke“.

Im Badehaus befanden sich in den ersten Jahren, die Dr. Weidgen geschildert hat, außer den Badezellen und den schon erwähnten achtzehn Gästezimmern auch ein schöner Warteraum, Lesekabinett und Restaurationszimmer.

In der Kurzeit 1860 fanden die Bad Neu-enahr aufsuchenden Gäste schon ein Kurhotel mit mehr als hundert Betten vor, das sich damals noch schlicht „Der Gasthof im Bade Neuenahr“ nannte. Die Zahl der echten Kurgäste stieg auf 506 an.

1861 wurde unter aufsehenerregenden Umständen der „Große Sprudel“, ein Geyser mit ca. 20 m Springhöhe, erbohrt.

1862 entstand das zweite Badehaus, 1863 unter dem neuen Direktor, Ingenieurhauptmann a. D. August Lenne, ein großer Zwischenbau, der das Kurhotel mit dem Badehaus verband. Der Kurbetrieb wuchs von Jahr zu Jahr. Die erzielten Überschüsse wurden jedoch nicht, wie bei anderen Erwerbsgesellschaften üblich, in Form von Dividenden an die Aktionäre ausgeschüttet, sondern ausschließlich zu weiteren Verbesserungen der Kureinrichtungen und für Neubauten verwendet. Als im Jahre 1893 Felix Rütten, mein Vater, als Direktor, später Generaldirektor, die Leitung des Bades übernahm, stellte er fest, daß dreißig Jahre hindurch überhaupt keine und fünf Jahre lang nur 1 % Dividende an die Eigentümer des Unternehmens gezahlt worden waren. In sie-benunddreißigjähriger rastloser Tätigkeit hat Felix Rütten das heutige moderne Bild des Bades geschaffen. Unter seiner Direktion sind folgende Bauten entstanden: 1909 das neue, weiträumige Ther-mal-Badehaus mit seinen vielseitigen Einrichtungen, 1903 das repräsentative Kurhaus mit Theater- und Konzertsälen, Restaurationsräumen, Lese- und Spielsälen1), 1914 der Westflügel des schon mehrfach durch Anbauten vergrößerten Kurhotels, 192Z der Lennepark mit seinen schönen Blumenanlagen, den sechs tiefliegenden Tennisplätzen, dem Terrassen-Cafe und Strandbad2). Nicht vergessen sei die Erbohrung des Wiüibrordus-Spru-dels im Jahre 1906, der in einer Tiefe von 375 m gefaßt wurde. Felix Rütten regte auch den Bau mehrerer Ahrbrücken und Straßen an. Die 1875 durch den Zusammenschluß der Dörfer Wadenheim, Beul und Hemmessen gebildete Gemeinde Neuenahr schuf ihrerseits die der Versorgung des aufstrebenden Kurorts dienenden Einrichtungen für Wasser, Gas, Elektrizität, Kanalisation, förderte den Bau von Hotels und Fremdenheimen und trug durch die Anlegung des Kaiserin Augusta- und Kaiser Wilhelm-Parks und von Schmuckplätzen im Orte selbst zu einer Verschönerung des Ortsbildes bei.

1) Letztere, im Ostflügel des Kurhauses gelegen, beherbergen seit 1948 die Spielbank.
2) Es wurde 1951 durch ein von der Stadt Bad Neuenahr erbautes modernes Garten-Schwimmbad ersetzt.

Nach dem Ableben des Generaldirektors Felix Rütten im Jahre 1930 folgte ihm sein Sohn Ernst. Eine nur siebenjährige Tätigkeit als Kurdirektor war ihm vergönnt. Er war in wirtschaftlich krisenhaften Zeiten ein guter Verwalter des ihm von seinem Vater überkommenen Erbes. 1934 konnte er den Neubau der großen Trink- und Wandelhalle im Kurpark seiner Bestimmung übergeben.

II. DIE ZEIT VON 1937 BIS ZUR GEGENWART

Von Dr. Dr. Walther Ottendorff-Simrock

Nach dem frühen Tode seines Bruders Ernst übernahm 1937 Dr. Dr. Erich Rütten, dem als Physiker und Schüler von Professor Konen in Bonn ursprünglich die Laufbahn des Wissenschaftlers vorgezeichnet schien, die Geschäfte des Kurdirektors und Vorstandes der AG. Bad Neuenahr. Er brachte den Bau der kleinen Trinkhalle und der neuen Kurpark-Kolonnaden noch vor Ausbruch des zweiten Weltkrieges zum guten Abschluß. Die Tätigkeit von Dr. Erich Rütten nach dem Kriege ist durch eine vielfältige Initiative und einen starken Aufbauwillen gekennzeichnet:

Das Thermal-Badehaus erfuhr eine durchgreifende Neugestaltung und Modernisierung. Durch die Schaffung einer Kneipp-schen Badeabteilung mit einer Sauna wurde Bad Neuenahr über die ortsgebundenen Möglichkeiten der bewährten Trink- und Badekur hinaus für die Synthese zwischen der sog. Schulmedizin und den klinisch erprobten Möglichkeiten des Naturheilverfahrens bahnbrechend. Den Bestrebungen der modernen Medizin, den kranken Menschen als leidenden Organismus zu sehen und seine Beschwerden nicht so sehr als Organerkrankung, sondern als Ausdruck einer tiefergehenden Schädigung des ganzen Menschen in seiner Leib-Seele-Einheit zu betrachten, wurde Dr. Erich Rütten ein verständnisvoller Förderer. Diesem Ziel dient auch die im Kursanatorium eingerichtete „Abteilung für biologische Heilweisen“, die unter der Leitung eines bekannten Fachmannes steht. Das im Ostflügel des Kurhotels untergebrachte Kursanatorium ist eine staatlich anerkannte Privatkrankenanstalt, an der übrigens alle in Bad Neuenahr zugelassenen Ärzte praktizieren können. Er verwirklicht so in idealer Form die angestrebte Verbindung zwischen der ortsgebundenen Balneotherapie (Trink- und Badekur) und den naturgemäßen Heilweisen (Kneipp), insbesondere aber einer wohldurchdachten und erprobten naturgerechten, individuell abgestuften Ernährung. Die Schaffung einer neuen Anfahrt zum Kurhaus und Casino und einer bewachten Zufahrt zum Kursanatorium sicherten den Gästen des Hauses die für die Durchführung ihrer Kur erforderliche Ruhe.

Als bauliche Neuschöpfungen der letzten Jahre sind zu nennen: Ein neues, stilvolles Bar-Restaurant im Kurhaus, eine intim gestaltete Herren-Bar im Bereich der Spielsäle, ferner der auf der Ostseite des Kurhauses geschaffene Eingang mit einer Ladenstraße im Innern und die vorgelagerte Schmuckanlage mit einer Leuchtfontäne. Vor allem aber sei der formschöne und gediegen ausgestattete Bau des Kurheims „Haus Jülich“ erwähnt; von der AG. errichtet und der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte in Berlin für ihre Patienten zur Verfügung gestellt, bedeutet er eine echte Bereicherung des Heilbades.

Das Kurhotel 1860
Zeitgenössischer Stich

Im Jubiläumsjahr des Bades hat auch der Kurpark mit seinem herrlichen alten Baumbestand und den vielbewunderten gärtnerischen Anlagen eine von den Gästen dankbar begrüßte Erweiterung erfahren. Die Zahl der echten Kurgäste, die 1945 auf 200 gesunken war, 1948 — im Jahre der Währungsreform — bereits wieder 2100 betrug und 1955 mit 15785 zum ersten Male die absolute Höchstziffer in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg (15000 im Jahre 1913) überschritten hat, dürfte sich 1957 auf ca. 18500 und im Jubiläumsjahr bei gleichbleibenden politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen auf ca. 20000 belaufen. Zu diesen genannten Zahlen der echten Kurgäste kommen jährlich noch etwa 30000 Besucher hinzu, die sich länger als drei Tage in Bad Neuenahr aufhalten, ohne die Kur zu gebrauchen, während die Zahl der Passanten mit kürzerer Aufenthaltsdauer statistisch nicht erfaßbar ist und in die Hunderttausende gehen dürfte. Die stark angestiegene Zahl der Kurgäste macht aber eine Erweiterung der kleinen Trinkhalle notwendig, die den Gästen vor allem in den Wintermonaten, angenehm durchwärmt, einen behaglichen Aufenthalt bietet.

Neben den genannten hohen Besucherzahlen beweisen die Fülle wertvoller kultureller und bedeutsamer gesellschaftlicher Veranstaltungen, bundeswichtige Konferenzen und internationale Tagungen wie sportliche Veranstaltungen die von Jahr zu Jahr zunehmende Anziehungskraft von Bad Neuenahr. Das schöne Heilbad im Ahrtal hat damit wieder den Anschluß an jene Spitzengruppe großer deutscher Bäder gefunden, die auch im Ausland bekannt und angesehen sind. Dies dankt Bad Neuenahr nicht zuletzt der unermüdlichen Arbeit seines Kurdirektors Dr. Dr. Erich Rütten, dem vom Aufsichtsrat in Anerkennung seiner Verdienste um die Entwicklung des Heilbades anläßlich seines 50. Geburtstages am 5. Februar 1956 die Bezeichnung „Generaldirektor“ verliehen wurde, die auch sein Vater so lange getragen hat. Es seien Generaldirektor Dr. Dr. Erich Rütten, der nun schon seit zwei Jahrzehnten als anerkannter Fachmann des deutschen Bäderwesens in zahlreichen Gremien des Fremdenverkehrs erfolgreich wirkt, der Bad Neuenahr auch auf dem internationalen Sektor stets würdig zu vertreten weiß, noch viele Jahre der Gesundheit und Schaffenskraft gewünscht. Für Bad Neuenahr, das nun in das zweite Jahrhundert seiner Geschichte als Heilbad eintritt, aber möge auch in Zukunft das Wort seine Kraft bewähren, das die Prinzessin Augusta von Preußen am 28. Juli 1858 in jener Urkunde ihrem Namenszug voransetzte, mit dem sie den Schutz und die Hilfe des Allmächtigen auf das junge Bad herabflehte:

>>Gott segne Bad Neuenahr <<

Das Kurhotel 1914
Foto: Gast