DER WALD

Geheimnisvoll und schweigend
stehst du uraltes Reich.
Ich schreit durch deine Bäume
und über’s Moos so weich.

Du gibst mir was ich brauche
die Ruh‘ die dir entströmt,
dein Atem meinem Strome
der mir von Lippen strömt.

Dir klag‘ ich Glück und Leide
in stiller Einsamkeit,
wenn ab und zu der Häher
in nächster Nähe schreit.

Wenn unterm Blätterdache
hör‘ rauschen ich dein Kleid,
dann träume ich, erwache
wie aus der Ewigkeit.

Paula Gerhards