Neue Orgel für die Pfarrkirche St. Mauritius Heimersheim

Vorüberlegungen

Als in den Jahren 1960/ 61 der historische Teil der Heimersheimer Pfarrkirche St. Mauritiuseinen großen Erweiterungsbau erhielt, war in der Pfarregemeinde auch der Wunsch nach einer, dem Kirchenraum angepassten Orgel, vorhanden. So hatte denn auch der damalige Pfarrer Heinrich Holzmann (†) und der mit der Kirchenbaumaßnahme beauftragte Architekt Heinrich Otto Vogel, Trier, schon umfangreiche Vorüberlegungen über Art und Standort einerneuen Orgel in ihre Planungen einbezogen und dazu auch Kontakte mit der Orgelbau-Firma Klais in Bonn aufgenommen. Letztendlich scheiterte das Vorhaben aber an dafür fehlenden Geldmitteln. Damals ist aber schon die notwendige Elektroinstallation für eine neue Orgel auf der Empore verlegt worden.

Orgelförderverein

Damit für eine neue Orgel – unabhängig von der Kirchengemeinde – notwendige finanzielle Mittel aufgebracht werden konnten, wurde 1993 der Orgelförderverein „St. Mauritius“ Heimersheim gegründet, in das Vereinsregister eingetragen und von der Finanzbehörde als gemeinnützig anerkannt. Beiträge und Spenden für die neue Orgel waren zweckgebunden und konnten steuermindernd geltend gemacht werden. Nachdem sich Ende 2000 abzeichnete, dass das Spendenaufkommen für eine neue Orgel doch recht positiv war, wurde das Bistum um fachliche Hilfestellung für die weitere Vorgehensweise gebeten.

Am 18. Dezember2005 wurde die neue Heimersheimer Orgelfeierlich eingeweiht.

So wurden dann fünf Orgelbaufirmen ausgewählt und nach den mit dem Orgelbaureferat des Bistums Trier abgestimmten einheitlichen Angebotsinhalten um Angebote, verbunden mit einem Ideenwettbewerb, gebeten. Insgesamt gingen der Kirchengemeinde daraufhin sechs Angebotsvarianten von vier Orgelbauern zu. Die Angebote wurden mit fachlicher Unterstützung des Bistums Trier geprüft. Letztendlich erteilte der Pfarrverwaltungsrat am 6.6.2003 dem Orgelbaumeister Hubert Fasen aus Oberbettingen den Auftrag zum Orgelneubau in Heimersheim. 

Hohes Spendenaufkommen

Durch viele Aktivitäten und namhafte Einzelspenden an den Orgelförderverein war es möglich, fast 65 % der Orgelbaukosten zusammenzutragen. Insbesondere trugen über 50Pfeifenpatenschaften und beispielsweise der Einsatz von Vereinsmitgliedern beim jährlich stattfindenden Weinfest in Heimersheim zudem guten Ergebnis bei. Der Orgelförderverein „St. Mauritius“ konnte der Kirchengemeinde so am 31.12.2005 insgesamt rund 193 220,– Euro für die neue Orgel zur Verfügung stellen. Hinzu kamen weitere rund 38.300 Euro aus einem zweckgebundenen Kollektenaufkommen der Pfarrei. Die Gesamtneubaukosten beliefen sich auf 303 000,- Euro. Die Restkosten wurden über ein Darlehen gedeckt, wobei die Darlehensrückzahlung der Orgelförderverein „St. Mauritius“ e. V. übernahm. 

Weihe am 18. Dezember 2005 

Am 18.12.2005 wurde die neue Orgel in einem Festgottesdienst durch Prälat Josef Gebert, Trier, geweiht. Die Heimersheimer Orgel besitzt 24 Register mit insgesamt 1 402 Pfeifen, manueller Spiel- und elektronischer Registertraktur.

Sanierungsbedarf der Kirche

Leider wurde während der Bauphase der Orgel ein erheblicher Sanierungsbedarf des historischen Teils der St. Mauritius-Pfarrkirche aus dem 13. Jahrhundert festgestellt. Auf Beschluss der Mitgliederversammlung des Orgelfördervereins und auf Empfehlung des Generalvikariats Trier wird sich der Verein nunmehr zusätzlich um Spenden für die Kirchensanierung bemühen. Deshalb wurde der Vereinsname in „Orgelförder- und Kirchenbauverein St.Mauritius Heimersheim“ geändert.